Wednesday, April 29, 2009

Hauswand - Steinwerk Hasestraße

Eines der verbauten, straßenabgewandten Mittelalterhäuser in Osnabrück. Unten sind Gebäudereste mit dem örtlichen gelben Bruchstein. Hoch im Hintergrund das eigentliche Mittelalter-Steinwerk. Rechts eingebrochene Fensterseite und Umbauten. Die anderen Gebäudeseiten sind eher ursprünglich

Saturday, April 25, 2009

Hinterhof


Hinterhof
Originally uploaded by Jens-Olaf
Das ist einer der Hinterhöfe in Osnabrück. In der Neustadt. Irgendwie beschreibt er die Atmosphäre des Viertels. Links ist historisch, der Rest Nachkriegslösung.

Die Bogenbrücke

Nach der Hohen Brücke nun die Bogenbrücke beim Felix-Nussbaum-Museum in diesem Blog. Auch sie eine Besonderheit. Fortgeschrittene Verteidigungsarchitektur im 17. Jahrhundert. Das Aussergewöhnliche war, dass sie wiederentdeckt wurde. Vor 10 Jahren mit dem Beginn der Baumaßnahmen für das Museum.
Nach der ersten Freilegungskampagne konnten die Brücke und der von ihr überspannte, von Mauern eingefaßte Stadtgraben als Überreste einer Bastion erkannt werden, die auf einem Abbruchplan von 1814 dargestellt ist. Derartige Anlagen dienten v.a. im 17. Jh. dazu, die wichtigsten Stadttore, in diesem Fall das Heger Tor, gegen Kanonenbeschuß zu sichern. Die Bogenbrücke bot ausreichend für Platz für einander begegnende Fuhrwerke. Stadteinwärts schloß sich eine Durchfahrt durch die südliche Flanke des Ravelins an. Dann gelangte man vermutlich über eine hölzerne Zugbrücke in das Rondell und anschließend in das eigentliche Torgebäude.

Die Bogenbrücke in Osnabrück, baufachinformation.de
Und:
Die Funde belegen, dass Osnabrück in jenen Jahren das größte und modernste Verteidigungswerk errichtete, das man damals kannte.

Na also:
Bogenrücke
Die Stadt Osnabrück bietet online einen archäologischen Rundgang an, die Bogenbrücke ist hier zu finden.

Thursday, April 23, 2009

Nachtrag Osterfeuer

Dieser Post dient auch dazu, die Videofunktion in Blogger zu testen, eine Premiere sozusagen.
Osterfeuer
JosOsnaBlog berichtete über die hohen Feinstaubwerte der Stadt nach dem Abrennen der Osterfeuer.
Jedes Jahr ist der Himmel in den Abendstunden eingetrübt. Allerdings kommen die extremen Werte auch durch die Brände in der Stadt. Und zwar nicht ganz kleine, wie hier bei Raspo in der Nähe Kalkhügel. Auch gibt es jährlich ein goßes Feuer beim nächstgelegenen Bauernhof.
Sollten die Meßwerte vom Ziegenbrink kommen, sind sie mit Sicherheit davon beeinflußt.
Osterfeuer
Fotos: Raspo 2006 video

Tuesday, April 14, 2009

Hohe Brücke - Vitischanze Osnabrück


Brücke Vitischanze
Originally uploaded by Jens-Olaf
Der gegenwärtige Kenntnisstand sagt: Das ist die einzige Wehrbrücke in Deutschland und nur aus diesem Grunde erbaut.

Man muss es aber nicht gleich so sagen wie der NDR "Das weltweit einmalige Verteidigungsbauwerk, das den Osnabrückern lange Zeit Rätsel aufgab, ist sonst für Besucher geschlossen."
Reste von Hölzern, die zu den Stauwehranlagen an der Hase gehören. Die Stauwehr wurde durch die Kanonen der Hohen Brücke geschützt.

Auf der Webseite der Stadt Osnabrück finden sich diese Informationen:
Wahrscheinlich im 15. Jahrhundert stieg der Verteidigungswert der gesamten Anlage durch den Bau der Hohen Brücke. Ein Zierstein nennt als Baujahr 1564, doch die Entstehungsgeschichte legt nahe, dass sie wesentlich früher errichtet wurde. Ein Gang innerhalb der Brücke verband sie mit dem geschützten Raum innerhalb der Stadtmauern.


Arbeiten am Barenturm und Brücke 2005:

Karmann in der Blogosphäre

Die Reaktion auf den Insolvenzantrag von Karmann in Osnabrück ist in der Bloggerszene vor allem durch Wiedergabe von Pressemitteilungen geprägt. Schade, so ein traditionsreiches Unternehmen. Vereinzelt wird auf die Problematik der Zulieferer hingewiesen, reifenhandel.eu: Zulieferer in Schwierigkeiten

Niemand hat letztlich damit gerechnet, dass selbst so renommierte Zulieferer wie Karmann Konkurs anmelden müssen. Das 1901 gegründete Unternehmen kam erst nach dem Zweiten Weltkrieg so richtig in Schwung, als es auf der Frankfurter IAA 1955 das legendäre Ghia Coupé vorstellte. Karmann baute sehr erfolgreich Fahrzeuge und Dachsysteme, Karosserien und komplexe Systeme. Trotzdem scheint das Ende nun besiegelt.

So wie Karmann geht es vielen anderen Autozulieferern bzw. Auftragsfertigern. Sie stehen auf der Kippe oder sind schon im freien Fall. Das Sterben dieser Kategorie hat gerade erst begonnen, „und es wird mit Karmann nicht zu Ende sein“, sagt ein Vorstand eines großen Unternehmens.


Hm, niemand hatte gerechnet...

Hier eine andere Meinung dazu:
Nun markiert der Insolvenzantrag den Tiefpunkt einer stolzen Firmengeschichte, die aber in den letzten Jahren immer mehr Kratzer bekam. „Die Probleme von Karmann sind viel älter und werden seit Jahren verschleppt. Vorbei die Zeiten, in denen Karmann das Kultmodell Ghia und die Cabrios von VW und Daimler gebaut hat. Die großen Hersteller bauen ihre Cabrios schon seit Jahren selbst. Doch die Eigentümerfamilien haben das ignoriert. Die Autokrise ist nur der Stein, der das seit langem angeschlagene Unternehmen in die Tiefe zieht“, kommentiert Ann-Katrin Johannsmann von NDR Info

Pressemitteilung Webservice:
Die Probleme wurden verschleppt – ICC-Chef Uwe Röhrig: Karmann hat zu lange am alten Geschäftsmodell festgehalten

Ansonsten, was Positives:
Karmann tüftelt an Elektroauto

Sunday, April 12, 2009

Urgroßvater


Urgroßvater
Originally uploaded by Jens-Olaf
Das ist es also, einer von vieren. Vier Urgroßväter hat man. Wann war das?

Saturday, April 11, 2009

Fachwerk in der Neustadt


Fachwerk in der Neustadt
Originally uploaded by Jens-Olaf
Gibt es noch Fachwerk in der Neustadt Osnabrück? Ja, aber wo, verrate ich nicht. Es ist klein und Alter mir unbekannt.

Wednesday, April 08, 2009

Was bleibt?


Lange Jahre waren wir in Osnabrück, vor allem wegen Karmann. Als heute die Nachricht vom Insolvenzantrag im Internet auftauchte, war das ein trauriger Moment. Befürchtet hatte man das ja. Die Auftragslage war nicht gut, dann noch die Weltwirtschaftskrise. Was wird bleiben, die Erinnerung an den Karmann Ghia? Oder das Weiterbestehen eines Kernbestandteils der Firma?
Noch vor kurzem wurde das 100jährige Jubiläum gefeiert.
Der Ghia hat echte Anhänger bis nach Kalifornien. Dieser hier unten wurde wohl extra zum Treffen in Osnabrück eingeschifft. Aufnahme in G-M-Hütte vor einigen Jahren.

Liebe für das Detail:

Noch gibt es genug Oldtimer vom Karmann Ghia, der Name wird uns noch eine Weile begleiten.
Für mich war allerdings die Zeit der Zusammenarbeit mit dem koreanischen Autobauer KIA am spannendsten. Mitte der 90er wurde das erste koreanische Auto "made in Germany" hergestellt, der Sportage in Osnabrück. Meine Lieblingsschlagzeile aus dieser Zeit in AutoBild:

Osnabrück vor dem Bloggen


Crow Familie aus Kanada auf der Illoshöhe

In Osnabrück gab es einige Veranstaltungen, die vor Jahren reichlich für Themen zum Bloggen gesorgt hätten. Zum Beispiel das große internationale Katholikentreffen 2005, der Weltjugendtag. Dabei meine ich mehr die jungen Menschen, die vor allem aus verschiedenen Ländern zugereist waren: Irakische Christen aus Schweden, Katholiken aus Russland, Crows aus Kanada. Was für Gespräche und Interviews hätte man führen können. Auch später gab es Katholikentage. Einer der sogenannten Alphablogger Deutschlands hat sich aus diesem Anlass die Online-Berichterstattung der NOZ vorgenommen, exemplarisch das journalistische Ergebnis im Internet über diese Veranstaltung. Allerdings hat die Diskussion bereits vor einem Jahr stattgefunden.
Stefan Niggemeier hat die Debatte angestoßen, er stammt aus dem Osnabrücker Land und war Schüler des Carolinum.

neue-oz.de/katholikentag

Es geht um verpasste Chancen. Hier ein paar Fotos, nicht von 2008, sondern vom Weltjugendtag 2005:

Katholiken aus Litauen


Und aus Russland:


Ja, woanders kommt immer wieder dieses Thema Provinzstadt auf. Ist nun auch teilweise wahr. Aber ebenso gut sind deutsche Großstädte auch nicht immer Weltstädte. Mein Beispiel für Osnabrück waren oft die Briten. Es wurde kaum wahrgenommen, dass ständig Soldaten aus einem der bekanntesten Krisenherde in der Stadt waren. Soldaten aus Basra im Irak, oder schon während des 1. Golfkrieges. Da fuhren einige mit dem Panzer durch die Wüste und wenig später badete man zusammen im Nettebad. Alle starren ins Fernsehen, aber gesprochen mit den Soldaten vom Kriegsschauplatz, darauf ist man kaum gekommen. Lieber werden Agenturmeldungen, die alle haben, durchgenudelt.



Anmerkung: Einer der ersten regelmäßigen Blogger aus Osnabrück war ein chinesischer Student, der jetzt wieder in Wuhan lebt.

Monday, April 06, 2009

Haseuferweg

Da musste ich doch nochmal schnell schauen, ob das kein Aprilscherz ist. Nein, in der NOZ liest sich das ernst: Es gibt Geld für den Haseuferweg von der Neuen Mühle bis zum Neumarkt. Das Besondere, es wird eine Stahlkonstruktion über dem Wasser, wenn denn alle Anlieger mitmachen. Hier sind die ersten Meter an der Mühle. Auf dieser Seite lag früher einmal eine Bastion. Die Erhöhung links (nicht im Bild) scheint noch aus den Hinterlassenschaften zu stammen:
Mühle
Richtung Bahnhof, NOZ:
Als Nächstes wird die Lücke zwischen Heinrich-Heine-Straße/Alando und der Schlagvorder Straße geschlossen. Das war schon lange geplant und wird unabhängig vom Konjunkturpaket umgesetzt. 600000 Euro stehen für diese 215 Meter lange Sektion zur Verfügung. Die Vorarbeiten haben schon begonnen: Vor wenigen Wochen wurden etwa ein Dutzend Trauerweiden und Erlen, die der Trasse im Weg standen, gefällt. Sie werden später durch junge Bäume ersetzt. Wenn keine besonderen Probleme aufträten, könne der Weg Ende des Jahres freigegeben werden, meint Griesert.


Das Haseufer-Projekt bei "lebendigeHase"